Die elfte Ausgabe des Web Summit brachte große Speaker und bedeutende Diskussionen für die Zukunft der technologischen Innovationen auf die Bühne. Es wurde ein Gesamtbild davon präsentiert, wie großartig wir mit unseren neuesten Kreationen umgehen (können). Aber auch viele Fragen wurden aufgeworfen und thematisiert. Würde verstärkter Datenschutz die Innovation hemmen? Nutzen wir unsere Technologien richtig? Wie wird die fortschreitende Digitalisierung die Welt innerhalb der kommenden Jahrzehnte verändern?

Obwohl sich die Diskussionen während des Web Summit nicht auf diese Themen beschränkten, waren drei Themen in fast allen Panels vertreten und wurden in den vier Tagen der Veranstaltung intensiv diskutiert. Diese begrüßte über 70.000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 163 Ländern in Lissabon, Portugal. Hier haben wir einen Rückblick zum Web Summit 2019, der größten Technologiekonferenz der Welt, für alle, die leider nicht teilnehmen konnten:

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Die Gegenwart und die Zukunft des Datenschutzes

Obwohl die aktuelle Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bereits 2018 umgesetzt wurde, fand die spannendste Diskussion zu diesem Thema wohl erst in diesem Jahr beim Web Summit statt. Für die Speaker war es ein Konsens: Die DSGVO ist vor allem für das öffentliche Bewusstsein wichtig. Die Menschen haben begonnen sich mehr und mehr mit ihren persönlichen Daten und deren Schutz zu beschäftigen, aber das ist erst der Anfang.

Für die CEO von Wikipedia Katherine Maher ist es vor allem wichtig, dass wir in Europa „jetzt das Recht haben, zu wissen und zu fragen, was wir von unseren Daten wollen“ – etwas, was bisher nicht geschah, wenn man sich etwa auf den Cambridge Analytica-Skandal im Jahr 2016 bezieht.

Außerdem ist die DSGVO zum Vorbild für die Gesetzgebung zum Datenschutz in der ganzen Welt geworden. Da in Teilen der USA und in Lateinamerika demnächst neue Gesetze geltend gemacht werden, profitieren die Gesetzgeber von den bisherigen Erkenntnissen aus der DSGVO, um eine weiterentwickelte Version eben dieser zu erstellen. Für Britanny Kaiser, die Whistleblowerin von Cambridge Analytica, war die Geldstrafe für Unternehmen, welche sich nicht an das neue Gesetz halten, jedoch nicht genug. „Das ist kriminell und die Leute, die dafür verantwortlich sind, sollten ins Gefängnis gehen“.

Die Welt bereitet sich auf 5G vor

Es ist für niemanden mehr etwas Neues: Die neue Generation des mobilen Internets wird bereits in mehreren Ländern getestet und wird 2020 offiziell eingeführt. Wie der Microsoft-Präsident Brad Smith prognostiziert, wird die KI die Welt so sehr verändern wie die Einführung des Internets bis zum heutigen Tag.

Allein im kommenden Jahr wird die Welt das fünfundzwanzigfache der Daten produziert haben, die im gesamten Jahr 2010 generiert wurden. Da große Mengen Daten der Katalysator für die KI sind, werden wir in weniger als drei Jahrzehnten in einer völlig neuen Welt von Echtzeitdaten und Echtzeitmaschinen leben. Selbst unsere futuristische Vorstellungskraft und Science-Fiction-Szenarien sind teils nicht mehr weit von der Realität entfernt. Ob hier eher utopische oder doch dystopische Zukunftsvisionen gefragt sind, weiß zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand. Feststeht: Uber und Amazon werden in nur wenigen Monaten die Drohnenlieferung nutzen und selbstfahrende Autos werden endlich auf den Straßen zu sehen sein.

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First-Party-Daten als Zukunft für Unternehmen

Da sich die Welt auf 5G vorbereitet, sind nicht nur Datenmengen wichtig. Die Nutzung Deiner eigenen Rohdaten wird auch immer wichtiger. Die First-Party-Daten bieten einzigartige Möglichkeiten, Dein Unternehmen zu skalieren, und sind wichtiger denn je geworden.

Es ist langfristig einfach nicht möglich, der Konkurrenz mit den gleichen Daten voraus zu sein. Deshalb kaufen große Unternehmen laut Fernando Machado, dem CMO von Burger King, laufend Start-Ups zur Personalisierung auf. „Du musst anfangen, deine Ergebnisse zu überwachen und sie in Echtzeit zu überarbeiten“. Für Machado müssen die Unternehmen ihre Arbeitsweise an eine Mischung aus „Silicon Valley“ und Traditional Business anpassen, um erfolgreich zu sein. Es wird nicht mehr länger möglich sein, Unternehmen zu skalieren, ohne mit Personalisierungstechnologien zu arbeiten.

Mein Fazit zum Web Summit: Es war eine großartige Erfahrung, von den technologischen Trends und Innovation einiger der größten Unternehmen der Welt zu hören. Wir freuen uns natürlich darüber, Euch auch aufgrund des neuen Inputs bestätigen zu können, dass ODOSCOPE auf der richtigen Seite steht, wenn es um die Unterstützung der DSGVO und Datenschutz sowie die Personalisierung von Kundenerfahrungen geht. Es bleibt ein spannendes Unterfangen, all die Veränderungen der anstehenden Technologie-Ära mitzuerleben, welche schon sehr bald in unseren Alltag einziehen wird. Wir freuen uns darauf!